Stammtischgeflüster III - Bierdeckeledition für TKI open 09_uneinheitlich und instabil
05.08.2009 in progress
Karikatur von Jochen Gasser zum Thema Migrantinnen

Unter dem Oberbegriff "Wir und die Anderen" arbeitete Social Impact gemeinsam mit VertreterInnen von in Tirol agierenden Sozialvereinen die vorliegenden Themen aus. In Kooperation mit den ZeichnerInnen Andrea Lüth, Jochen Gasser, Daniela Antretter und Franz Wassermann, spricht Social Impact auf humorvolle Weise Vorurteile gegenüber MigrantInnen an und versucht diese zu relativieren. Die Bierdeckel mit Zeichnungen und Hintergrundinformationen sollen in möglichst vielen Tiroler Lokalen aufliegen.

Gastwirte können die Bierdeckel per Mail bestellen. Bitte Postadresse und gewünschte Stückzahl angeben. Die Bierdeckel werden kostenfrei zugesandt, freiwillige Spenden werden aber gerne entgegengenommen.

Stammtischgeflüster zeigt Konflikte auf und macht sie öffentlich. Durch diese Sensibilisierung wird ihnen entgegen gewirkt, eine Reflexion angeregt. Um diese Wirkung auch dort entfalten zu können wo viele dieser Konfliktwurzeln entstehen, geht Social Impact mit dem Projekt Stammtischgeflüster direkt an die Wirtshaustische. Durch die Verwendung des Bierdeckels als Massenmedium wird eine wirksame Präsenz am Ort der lokalen Meinungsbildung oder Vorurteilsfortschreibung („am Stammtisch“) sichergestellt.

KarikaturistInnen und Themen

Andrea Lüth: "Sicherheitsrisiko"
Jochen Gasser: "Migrantinnen"
Daniela Antretter: "Überfremdung"
Franz Wassermann: "Sozialschmarotzer"


"Sicherheitsrisiko"

Karikatur von Andrea Lueth zum Thema Sicherheitsrisiko

„Ausländer sind krimineller veranlagt als Österreicher. Das beweist jede Statistik.“


In der polizeiliche Kriminalstatistik werden nicht die verurteilten TäterInnen erfasst, sondern lediglich Tatverdächtige. Diese Statistik beweist also vor allem, dass MigrantInnen häufiger verdächtigt, kontrolliert und angezeigt werden als ÖsterreicherInnen.
MigrantInnen verstoßen aufgrund ihres Rechtsstatus in den meisten Fällen gegen Gesetze, die von ÖsterreicherInnen gar nicht begangen werden können


Karikatur: © Andrea Lüth


"Sozialschmarotzer"

Karikatur von Franz Wassermann zum Thema Sozialschmarotzer

„Ausländer sind Sozialschmarotzer“


Zuwanderer zahlen mehr ein, als sie bekommen.

Eine Studie des Wirtschaftsforschungsinstitutes hat ergeben, dass Menschen mit migrantischem Hintergrund rund 700 Mio. Euro pro Jahr an Abgaben an den österreichischen Staat zahlen.
Die überwiegende Mehrheit der MigrantInnen gehört zu jenen Altersgruppen, die während ihrer gesamten restlichen Lebenszeit mehr in den öffentlichen Sektor einbezahlen, als sie daraus beziehen werden.


Karikatur: © Franz Wassermann


"Überfremdung"

Karikatur von Ant zum Thema Ueberfremdung

„Wenn das so weitergeht, sind wir bald eine Minderheit in unserem eigenen Land“


Trotz Kindergeld sinkt die Geburtenrate in Österreich kontinuierlich, gleichzeitig hat die durchschnittliche Lebenserwartung einen neuen Höchststand erreicht.
Diese Tatsachen werden drastische negative Auswirkungen auf die zukünftige Finanzierung des österreichischen Sozialsystems und auf die Wirtschaft haben.

Österreich braucht nicht weniger, sondern mehr Einwanderung.


Karikatur: © Ant


"Migrantinnen"

Karikatur von Jochen Gasser zum Thema Migrantinnen

„Moslimische Frauen werden unterdrückt. Sie müssen alle ein Kopftuch tragen.“

Auf der Grundlage der Menschenrechte und demokratischer Freiheit sollte jede Frau, die aus freien Stücken ein Kopftuch tragen will, dies tun können ohne diskriminiert zu werden.

“Gewalt und Unterdrückung sollten entschieden bekämpft werden, dabei dürfe aber nicht pauschalisiert werden. Moslimische Frauen sind sehr unterschiedlich und das traditionelle Frauenbild ist auch unter Muslimas umstritten. Eine Pauschalisierung verhindert die Bekämpfung tatsächlicher Missstände“, erklärte die bildungspolitische Sprecherin der Türkischen Gemeinde, Berrin Apbek.


Karikatur: © Jochen Gasser



FördergeberInnen:

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