Stammtischgeflüster IV - Bierdeckel-Edition zum Thema "Sicherheit und Überwachung"

30.01.2011 in progress

Karikatur_Budweiser

Zu den Konfliktfeldern "Sicherheit und Überwachung" arbeitete die Aktionsgemeinschaft Social Impact die vorliegenden Themen aus. In Kooperation mit den ZeichnerInnen Gernot Budweiser, Alois Jesner, Ingrid Ott und Janina Wegscheider, spricht Social Impact auf humorvolle Weise aktuelle Themen an. Die Bierdeckel mit Zeichnungen und Hintergrundinformationen sollen in möglichst vielen oberösterreichischen Lokalen aufliegen.

Gastwirte können die Bierdeckel per Mail bestellen. Bitte Postadresse und gewünschte Stückzahl angeben. Die Bierdeckel werden kostenfrei zugesandt, freiwillige Spenden werden aber gerne entgegengenommen.

Stammtischgeflüster zeigt Konflikte auf und macht sie öffentlich. Durch diese Sensibilisierung wird ihnen entgegen gewirkt, eine Reflexion angeregt. Um diese Wirkung auch dort entfalten zu können wo viele dieser Konfliktwurzeln entstehen, geht Social Impact mit dem Projekt Stammtischgeflüster direkt an die Wirtshaustische. Durch die Verwendung des Bierdeckels als Massenmedium wird eine wirksame Präsenz am Ort der lokalen Meinungsbildung oder Vorurteilsfortschreibung ("am Stammtisch") sichergestellt.

KarikaturistInnen und Themen

Gernot Budweiser: "Wer überwacht die Mächtigen"
Alois Jesner: "Bettelverbot"
Ingrid Ott: "Überwachung im öffentlichem Raum"
Janina Wegscheider: "Ordnungsdienst Linz"


"Überwachung im öffentlichen Raum"

Karikatur_Ott



Einer unabhänigen Studie zufolge haben Überwachungskameras nur auf Parkplätzen abschreckende Wirkung auf Kriminelle.

Selbst die Polizei hält die Wirkung der Kameras für begrenzt: Mit zusätzlichen Geräten würden keine Straftaten verhindert, räumt der stellvertretende Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), Bernd Carstensen, ein.

Karikatur: © Ingrid Ott


"Bettelverbot"

Karikatur_Jessner


Die Europäische Menschenrechtskonvention schützt in Artikel 8 das Recht auf freie Gestaltung der Lebensführung. Betteln zur Sicherung des Lebensunterhalts zählt gerichtlich bestätigt dazu.

"Wer in Wohlstand lebt, muss es aushalten von Zeit zu Zeit daran erinnert zu werden, dass andere nicht in Wohlstand leben. Wer etwas hat, muss von Zeit zu Zeit seinen Kriterienkatalog überprüfen, warum er wem etwas davon abgibt und warum wem nicht" Sibylle Hamann (freie Journalistin)

Karikatur: © Alois Jesner


"Wer überwacht die Mächtigen?"

Karikatur_Budweiser


Die Zentralbank der Zentralbanken, die BIZ in Basel, warnte Jahre vor der Krise vor den Risiken - ohne Folgen.

"Damals überwog die Meinung, man lässt die Blase besser platzen und räumt dann den Schutt weg, weil die Auswirkungen für die Realwirtschaft meist überschaubar waren", sagt Wifo-Experte Franz Hahn in der Wiener Zeitung.
Die BIZ-Warnungen konnten gegen dieses Dogma nichts ausrichten. Wenig später platzte die Blase.

Karikatur: © Gernot Budweiser


"Linzer Ordnungsdienst"

Karikatur_Wegscheider


Die Einführung einer Ordnungswache wurde mit dem geringen "subjektiven Sicherheitsgefühl" der LinzerInnen begründet.

Das subjektive Sicherheitsgefühl hängt aber sehr eng mit sozialen Faktoren zusammen: Arme und arbeitslose Menschen fühlen sich viel unsicherer. Ein Ordnungsdienst wird an der ungleichen Verteilung von Einkommen und Lebenschancen nichts ändern: Dafür wäre eine gerechtere Verteilung von Vermögen, Einkommen und Arbeit nötig.

Karikatur: © Janina Wegscheider




FördergeberInnen:

     Linz_neu     Logo Bundesministerium




 Verein für Kunst und Aktionsforschung

A-4020 Linz, Elisabethstr. 1

office(at)social-impact.at

Tel. ++43 (0) 732 - 773 142 - 33

  Impressum